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Das Bild zeigt zwei Kinder, davon eines im Rollstuhl. Foto: Kleinert / GfG

Inklusive Kindertagesbetreuung

Jedes Kind hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

Alle Kinder haben vom ersten Geburtstag bis zur Einschulung einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung und ab dem dritten Geburtstag auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung. Diese Ansprüche gelten natürlich auch für Kinder mit einer Behinderung und Kinder, die von Behinderung bedroht sind. 

Klicken Sie auf die Reiter, um sich zu den unterschiedlichen Angeboten der Kindertagesbetreuung für Kinder mit Behinderung zu informieren:

Inklusive Kita

Für Ihr Kind gibt es eine Vielzahl von inklusiven wohnortnahen Kindertageseinrichtungen in Ihrer unmittelbaren Nähe. Ihr Kind erhält dort eine gemeinsame Betreuung und Förderung mit Kindern ohne Behinderung.

Alle Kinder treffen ihre Spielgefährten aus der Nachbarschaft.

Besuchen Sie die Kindertageseinrichtungen bei Ihnen vor Ort. Die Kita-Leitung gibt Ihnen bei einem persönlichen Besuch gerne Auskunft über die Fördermöglichkeiten für Ihr Kind. Sie zeigt Ihnen außerdem therapeutische und andere unterstützende Möglichkeiten in der Kita oder vor Ort auf.

So geht's:

Für die Kinder in inklusiven Kitas übernehmen die Einrichtungen die Antragsstellung beim LWL.

Kombinierte Kita

In kombinierten/heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen stehen zur Betreuung und Förderung heilpädagogische Plätze in einer Gruppe für Kinder mit Behinderung zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es weitere Gruppen für Kinder ohne Behinderung. Oft werden die Kinder in gemischten Gruppen gefördert. Die Kinder lernen und spielen gemeinsam und erhalten verschiedene therapeutische Angebote.

Die heilpädagogischen Plätze sind Kindern vorbehalten, die einen besonderen Bedarf nach kleineren Gruppen haben, wie z.B. Kinder mit Autismus-Spektrums-Störungen.

Sollten Sie sich für eine solche Einrichtung interessieren, gibt Ihnen die Kita-Leitung bei einem persönlichen Besuch gerne Auskunft über die Fördermöglichkeiten für Ihr Kind.

Der LWL als Kostenträger entscheidet über die Platzvergabe. Gegebenenfalls wird alternativ ein Platz in einer inklusiven wohnortnahen Kindertageseinrichtung bereitgestellt, da die Anzahl heilpädagogischer Plätze begrenzt ist.

So geht's:

Für heilpädagogische und kombinierte Kitas ist ein Antrag von den Eltern zu stellen. Nutzen Sie dafür unser Antragsformular "Antrag auf Leistungen der der Eingliederungshilfe" und zusätzlich den "Anhang A". Beim Ausfüllen erhalten Sie Unterstützung durch die Kindertageseinrichtung oder dem LWL (Ansprechpersonen in der dunkelblauen Fußzeile).

Kindertagespflege

An einigen Orten werden Tagespflegeplätze angeboten, die Kindern mit und ohne Behinderung eine gemeinsame Betreuung und Förderung in Kleingruppen ermöglichen.

Diese Betreuung als Alternative zur Kindertageseinrichtung erfolgt meist im häuslichen Rahmen, meistens bei der Tagespflegeperson, also der Tagesmutter oder dem Tagesvater.

Qualifizierte Tagespflegepersonen vermittelt Ihnen Ihr Jugendamt vor Ort. Die Ansprechpartner finden Sie im Jugendamtsverzeichnis für Westfalen-Lippe unter der Funktion "Kindertagespflege".

So geht's:

Sie als Eltern stellen den Antrag auf Leistungen der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche. Beim Ausfüllen des Antrages unterstützt Sie Ihr örtliches Jugendamt oder der LWL.

Bitte frühzeitig anmelden!

Melden Sie Ihr Kind spätestens im Herbst für das nächste Kita-Jahr in der Kindertageseinrichtung an. So bleibt genug Zeit, gemeinsam den richtigen Platz für Ihr Kind zu finden.